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Warum PC- und Serverpreise bald kräftig steigen – und warum jetzt Investieren Sinn macht

7. Dezember 2025 durch
Warum PC- und Serverpreise bald kräftig steigen – und warum jetzt Investieren Sinn macht
MSP Nord GmbH, Michael Schlüter

Warum Unternehmen jetzt handeln müssen: Die unsichtbare Preiswelle, die PCs &
Server in 2025/26 deutlich teurer macht


In den letzten Monaten hat sich im Hintergrund eine Entwicklung angedeutet, die jetzt mit voller Wucht auf die IT-Branche trifft. Viele Unternehmen merken davon noch nichts – bis sie ein Angebot für einen neuen Server oder eine größere PC-Beschaffung anfragen.

Denn: Die Preise für Hardware stehen vor dem größten Sprung seit Jahren.

Und wer erst investiert, wenn die Preiserhöhungen offiziell im Markt angekommen sind, zahlt deutlich mehr – oder wartet lange auf Lieferungen.

Was gerade passiert – die kurze Wahrheit

Man könnte glauben, PC- und Server-Hardware sei ein Massenprodukt, jederzeit zu stabilen Preisen verfügbar. Doch 2025/26 kippt genau dieses System.

Die Gründe dafür sind diesmal nicht „gefühlte Trends“, sondern handfeste, global messbare Entwicklungen:

1. KI verschlingt die weltweiten Chips – und alle anderen zahlen die Zeche

Große KI-Modelle, Rechenzentren und Hyperscaler kaufen aktuell Hardware in gigantischen Mengen.

Laut Reuters sorgt der KI-Boom für eine neue globale Lieferkettenkrise, weil Speicher, CPUs und GPUs in Rekordmenge in Rechenzentren verschwinden:

➡️ Quelle: Reuters – “The AI frenzy is driving a new global supply chain crisis”

Das bedeutet:

✔ Hersteller priorisieren lukrative Großkunden

✔ Standard-Server und Business-Hardware bekommen weniger Produktionskapazität

✔ Preise steigen dort zuerst, wo wenig Marge ist: im klassischen PC- und Server-Segment

2. Hersteller erhöhen die Preise – und zwar deutlich und zeitnah

Tom’s Hardware berichtet, dass Dell und Lenovo Preiserhöhungen von bis zu 15 % für PCs und Server angekündigt haben – ausgelöst durch die enorme Nachfrage nach DRAM und Server-Memory.

➡️ Quelle: Tom’s Hardware – “Dell and Lenovo set to increase server and PC costs by as much as 15% …”

Wenn die zwei größten PC-Hersteller weltweit Preise anheben, folgen die anderen praktisch automatisch.

3. Speicher wird knapp – SSDs und RAM werden massiv teurer

Ob Server oder Workstation: Speicher ist ein zentraler Kostenfaktor.

Laut Tom’s Hardware geraten NAND-Flash und SSDs bereits ins Stocken, weil selbst große Hersteller wie Samsung und SanDisk nicht genügend Material liefern können, um die Nachfrage zu decken.

➡️ Quelle: Tom’s Hardware – “AI boom forces delays on Transcend SSDs …”

Auch für Server-RAM steigen die Preise seit Monaten teilweise um über 40–50 %.

4. Die Produktionskapazität verschiebt sich – weg vom Mittelstand

Viele Halbleiterhersteller investieren fast ausschließlich in High-Bandwidth-Memory (HBM) für KI-Server, weil dort die Marge deutlich höher ist.

Das bedeutet ganz einfach:

🔸 weniger RAM für klassische Business-Server

🔸 weniger SSD-Kontingente für KMU

🔸 weniger CPU-Serien für Standardgeräte

Der Mainstream-Markt leidet, weil KI alles überlagert.

5. Die „Windows-11-Welle“ verstärkt das Problem

2025 läuft der Support für Windows 10 regulär aus.

Viele Unternehmen modernisieren deshalb gleichzeitig ihre Infrastruktur:

  • mehr neue PCs

  • mehr neue Server

  • mehr Migrationsprojekte

Das bedeutet: massiver Nachfrageanstieg in einer Zeit, in der die Produktion ohnehin am Limit ist.

Das Ergebnis: eine Preiswelle, die Unternehmen überraschen wird

Zusammengefasst aus allen Quellen:

  • Speicherpreise steigen zweistellig

  • Server- und PC-Preise steigen um bis zu 15 % – teilweise darüber hinaus

  • Lieferzeiten verschlechtern sich

  • Modelle verschwinden wochenweise aus dem Markt

  • Server-Projekte müssen teilweise komplett neu kalkuliert werden

Und das Entscheidende:

Diese Entwicklungen sind bereits im Markt sichtbar – aber noch nicht überall beim Endkunden angekommen.

Sollte man also jetzt investieren oder warten?

Unsere klare Empfehlung: Wer in den nächsten 6–12 Monaten Hardware benötigt, sollte jetzt handeln.

Warum?

✔ Preise sind aktuell noch im „alten Niveau“.

Viele Distributoren verkaufen noch aus bestehenden Lagern – zu alten Konditionen.

✔ Die angekündigten Preiserhöhungen kommen stufenweise.

Erst DRAM → dann Server → dann PCs → dann Storage → dann Zubehör.

Wer jetzt kauft, umgeht mehrere Stufen.

✔ Engpässe können Projekte verzögern.

Server-Rollouts könnten sich um Wochen bis Monate verschieben – je nach Komponente.

✔ Wer wartet, zahlt mehr – ohne dafür einen Vorteil zu bekommen.

Es ist unwahrscheinlich, dass die Preise kurzfristig wieder sinken.

Die strukturellen Ursachen bleiben bestehen.

Fazit: Wer früh handelt, hat einen klaren Vorteil

Es gibt in der IT selten den „perfekten Zeitpunkt“ für Investitionen.

Doch im Moment ist die Lage klarer als selten zuvor:

👉 Hardware wird teurer.

👉 Hardware wird knapper.

👉 KI verschiebt den Markt, und die Business-Kunden kommen zuletzt an die Reihe.

👉 Wer heute investiert, spart real Geld und vermeidet Engpässe morgen.

Wir beraten euch gern individuell, ob eine Anschaffung sinnvoll ist oder ob vorhandene Systeme noch wirtschaftlich weiterbetrieben werden können.

MSP Nord – Wir kümmern uns.

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